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Wirbelsäulen und Gelenkschmerzen

Wirbelsäulen und Gelenkschmerzen

Wer kennt es nicht? Die Rückenschmerzen aber auch ganz allgemein Schmerzen im Bereich von Sehnen, Muskeln und Gelenken kehren trotz symptomatischer ärztlicher Therapie immer wieder zurück.

Zwanzig Prozent aller Patienten einer orthopädischen Praxis haben strukturelle Störungen, wie Arthrosen und Bandscheibenvorfälle, Wirbelkanalenge (Wirbelkanalstenosen) oder entzündliche Erkrankungen und sollten zumindest schulmedizinisch behandelt werden. Achtzig Prozent der Patienten einer konservativen orthopädischen Praxis haben jedoch funktionelle Störungen, die bisher nicht aufgedeckt wurden. Es werden immer wieder die Symptome statt der Ursachen behandelt, sodass der Behandelte die Hoffnung auf eine Besserung aufgibt.

Die Tür zur gefährlichen Chronifizierung des Schmerzes mit all seinen Automatismen ist damit weit aufgestoßen.

Diesem Übergang in den chronischen Schmerzzustand wirkt die Diagnostik durch das Aufspüren der Schmerzursachen entgegen.

Die Diagnostik  bedient sich einerKombination manueller und naturheilkundlicher Untersuchungsmethoden. Dabei sind neben den Vital- und anderen wesentlichen Körperfunktionen auch der Gleichgewichtssinn (vestibuläres System), die Sehorgane (Augenfunktion) und der Spannungszustand der Kaumuskulatur (craniomandibuläres System) einschließlich zahnärztlicher Kieferkontrolle Gegenstand der Untersuchungen zur Ursachenfindung der Störung. Erstaunlicherweise sind diese Ursachen häufig weit entfernt von der Lokalisation der Symptome zu finden. Dieser Umstand ist auf die sogenannten Kettenphänomene zurückzuführen.

So kann etwa eine Kiefergelenksproblematik zu Kreuzdarmbeinbeschwerden oder eine Halswirbelblockierung zu Sprunggelenks- oder Fußproblemen führen.  Die Kontrolle der Körperhaltung unterliegt einem faszinierenden Steuerungsnetzwerk. Dabei spielen sensorische und muskuläre Fähigkeiten der Füße eine Rolle. Diese Eigenschaften kann man zu neuen, ganzheitlichen Therapieansätzen nutzen. Neueste orthopädische Untersuchungen zeigen die enge Verbindung zwischen der motorischen Funktion der Füße und vielen orthopädischen Beschwerden auf. So stören Fußfehlfunktionen das natürliche Körpergleichgewicht und die Körperhaltung. Das kann zu Vorfußschmerzen, Achillessehnen-Entzündungen, Knie- und Hüftgelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen sowie Schwindel und Ohrgeräuschen führen.

Analyse- sensomotorische Steuerung

Die Selbstwahrnehmung der Haltung sowie die Stellungskorrektur erfolgt reflexartig über geeignete Strukturen an der Fußsohle mit Weiterleitung an das Rückenmark und das Stammhirn. Spezifische Strukturen wie  Muskelspindeln, Mechanorezeptoren, Golgi-Sehnen-Organe, Gelenksrezeptoren und freie Nervenendigungen bilden die zuführende Reizinformation des Fußes zur Bewegungskoordination. Die Aufgabe der Mechanorezeptoren und freien Nervenendigungen besteht in der sensomotorischen Rückmeldung in ein Zwischennetzwerk im Rückenmark. Dieses ist vielfach verschaltet unter anderen mit den motorischen Nervenzellen der Muskulatur. Ergänzt wird die Eigen- und Selbstwahrnehmung (Propriozeption) durch die Sinneswahrnehmung (Exterozeption). Dazu gehören räumliches Sehen, der Hör- und Gleichgewichtssinn, die Kopfkontrolle des cervicocephalen Überganges, die Haltung des Unterkiefers zum Rest des Körpers (craniomandibuläre Funktion) sowie die Empfindung über die inneren Organe (Viscerozeption).

Fehlsteuerung

Werden funktionelle Störungen, z.B. immer wiederkehrende einseitige Muskelverspannungen im Bereich der Wirbelsäule, nur symptomatisch behandelt, kann hieraus ein struktureller Verschleiß an der Bandscheibe oder an den Gelenken entstehen. Des weiteren ist die Ausbildung von Triggerpunktschmerzen, Sehnenentzündungen(Tendinosen) und Spannungskopfschmerzen möglich. Für eine nachhaltige Schmerzminderung müssen symptombezogene Untersuchungen durch die Abklärung der Sensomotorik im orthopädischen und anderen Fachgebieten ergänzt werden. Es sollte beachtet werden, dass chronische Dysbalancen der Halswirbelsäule, des Nackens- und Schultergürtels oft durch Störungen des binokularen Sehens, der Kiefergelenksfunktion und des Gleichgewichtes unterhalten werden. Die Muskulatur des Schädel-Hals-Übergangs (craniocervicales Nackenfeld) wird damit zum Auslöser einer absteigenden Muskelkettenreaktion von Kopf bis Fuß.

Untersuchung

Durch eine sensomotorische Untersuchung des gesamten Bewegungsapparates können die tatsächlichen Ursachen für die Beschwerden des Patienten aufgedeckt werden. Hier beginnt der rote Faden der ganzheitlichen Methodik, an dem sich unser gesamtes Wirken ausrichtet. Die umfassenden Tests beinhalten daher sowohl schulmedizinische, als auch naturheilkundliche Testverfahren. Besondere Bedeutung haben die Füße, der Übergang der Lendenwirbelsäule zum Becken (lumbosacraler Übergang) sowie die Kopf- und Kiefergelenke. Ursächliche Störimpulse werden auf neuromuskulärer Ebene von Kopf bis Fuß abgeklärt. Die Zusammenhänge werden für den Patienten spür- und sichtbar gemacht. Die Haltungs- und Bewegungsänderungen durch sensomotorische Einlagen können in den meisten Fällen durch die lichtoptische 3D/4D-Wirbelsäulenvermessung aufgezeigt werden. Auch lassen sich hier gut ein Beckenschiefstand, sowie die Wirkung von Aufbisschienen nachweisen.

Therapie

Um funktionelle Störungen der Muskeln und Gelenke zu therapieren, werden manual- und chiropraktische, sowie osteopathische Anwendungen eingesetzt. Bei Auffälligkeiten im Bereich des räumlichen Sehens ist ggf. die Behandlung einer Winkelfehlsichtigkeit erforderlich. Insbesondere Fehlfunktionen im Bereich der Kiefergelenke müssen durch einen entsprechend geschulten Zahnarzt untersucht, und ggf. mittels einer Aufbisschiene korrigiert werden. Eine ursächlich fundierte und bleibende Haltungskorrektur lässt sich durch die Behandlung von Fußreflexzonen erzielen. Zu diesem Zweck werden seit einigen Jahren prallelastische Einlagen nach Frau Prof. Fusco benutzt. Die Wirkung beruht auf der Aktivierung der Muskeln und Sehnen der Fußsohle. Die aktivierende Füllung der Einlage bewirkt, dass sich der Fuß aufrichtet und die Muskelspannungen entlang der statischen und dynamischen Ketten des Organismus ausgeglichen werden.  Durch die Einheitlichkeit der Muskel- und Gelenksorganisation im gesamten Körper kommt es in allen Bewegungssegmenten bis hin zu den Kiefergelenken zu optimaler Funktion und damit verbunden zur Schmerzfreiheit. Die Anwendung der aufgeführten sensomotorischen Untersuchungs- und Behandlungsstrategie ist bei ca. 80% der Patienten mit funktionellen Störungen wirksam. 20% aller Schmerzpatienten leiden wie oben beschrieben unter strukturellen Veränderungen wie Gelenksarthrosen, entzündlichen Veränderungen oder anderen Ursachen. Hier steht die Behandlung der strukturellen Ursache im Vordergrund. Ergänzend zu einem Stufenplan der Schmerztherapie können weitere, alternative Behandlungsmethoden wie homöopathische Ansätze, z. B. Thymustherapie bei rheumatischen Erkrankungen, oder die Stoßwellentherapie (hoch- und niedrigenergetisch) etwa bei Sehnenentzündungen und therapierefraktären Triggerpunktschmerzen eingesetzt werden. Als funktionelle Reiztherapie hat sich in meiner Praxis das NORSK Rückenkonzept sowie chinesische Akupunktur, die Ohrakupunktur nach Nogier sowie die Schädelakupunktur nach Yamamoto bewährt.

Fazit

Ein Dauerschmerz und muskuläre Fehlfunktionen sind meist das Resultat einer ungenügenden Diagnostik. Die hier aufgezeigte und  wissenschaftlich fundierte Untersuchungs- und Behandlungsmethode wird sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern seit Jahren sehr erfolgreich angewandt. Sie beruht auf einer fachübergreifenden Untersuchung aller Organe, die die Haltung des Körpers beeinflussen. In den meisten Fällen werden Funktionsstörungen aufgedeckt, die danach einer ursächlichen Therapie zugeführt werden können. Um die Körperhaltung und den Bewegungsablauf von Kopf bis Fuß dauerhaft zu verändern, haben sich speziell angefertigte, sensomotorische Einlagen bewährt.

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